Auf und davon nach Neuseeland

Herzlich Willkommen auf dem Blog von Tom und Jane :)
Hier habt ihr die Möglichkeit uns bei der Reise durch die Welt in das jüngste Land zu begleiten und unsere Erfahrungen zu teilen. Es werden aktuelle Ereignisse, Eindrücke und natürlich auch Fotos veröffentlicht um euer Fernweh zu steigern.
Wir hoffen euch gefällt die Seite und freuen uns über ganz viele Kommentare und Grüße aus der Heimat. Also seid fleißig :)

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Kleines, lustiges Neuseeland






























So es wird mal wieder Zeit für einen Bericht aus dem sonnenverwöhnten, warmen und sommerlichen Neuseeland. Ja die Adjektive sind bewusst gewählt, um euch in Deutschland etwas zu ärgern und natürlich zu verdeutlichen, dass es hier nach wie vor nach Sonnencreme und nicht nach Bratapfel oder Zimt riecht. Ihr merkt, es hat sich nichts geändert, die Weihnachtsstimmung lässt immer noch auf sich warten… Aber jetzt genug vom Gejammer und Gemecker! Jetzt wird erst mal wieder berichtet:

Also wir haben mittlerweile unsere Öko-Gastfamilie in Manakau verlassen und sind nahtlos zur Nächsten in der Hauptstadt Wellington gefahren. Lustigerweise kennen sich die beiden Familien und sind miteinander befreundet, so konnten wir schon im Voraus erfahren, dass es sich um einen vegetarischen Haushalt mit einem Meditations- und Heilzentrum handelt. Klingt auf jeden Fall spannend und ist für uns eine ganz neue Erfahrung… wobei ganz neu wird das vegetarische Essen für uns nicht sein, da wir uns im Auto eigentlich auch nur vegetarisch ernähren. Dies liegt aber weniger an der Einstellung oder Meinung gegenüber der industriellen Massentierhaltung, sondern eher an der Tatsache, dass Fleisch relativ teuer und für uns schwer zu lagern ist ohne Kühlschrank. Daher essen wir überwiegend Nudeln, Haferschleim, Brot und ab und zu auch mal Obst und Gemüse. So geben wir rund 15$ pro Tag aus. D.h. 7,50$ für jeden und das sind umgerechnet ca. 3,75 € und liegt somit unter dem HartzIV-Tagesbedarf. Wer jetzt Mitleid mit uns hat oder Angst, dass wir verhungern, der kann uns gerne ein paar Kekse schicken. :P
Nein keine Sorge, wir leben schon ganz gut und werden auch immer satt – meisten jedenfalls :) Aber da auch den größten Sparfüchsen irgendwann Mal die 1$ 500g Packung Nudeln auf den Docht geht, ist das WWOOFen (das heißt übrigens: „willing workers on organic farms“) eine prima und preisgünstige Alternative, und da so gut wie jede Gastfamilie hier Bio isst, ist es auch noch sehr gesund. Also nichts wie ab zur vegetarischen Familie!

So verabschiedeten wir uns von der Gastfamilie mit dem Schweinchenhof und nach knapp einer Stunde Fahrt erreichten wir auch schon unser neues Heim, wo wir ca. 3 Wochen verbringen werden.
Dort angekommen hat uns auch gleich der Gastvater fröhlich empfangen und wie üblich bei einer Tasse Tee eingewiesen. Nach dem kurzen oberflächlichen Gespräch mussten wir auch schon arbeiten. Während Tom im Gemüsegarten Netze über die Beete gegen die Vögel bauen sollte, wurde ich kurzerhand zum Putz- und Hausmädchen deklariert und durfte im gesamten Haus staubsaugen, wischen und mich in der Küche mit sämtlichen Putzmitteln, sowie dem dreckigen Kühlschrank anfreunden. Etwas neidisch auf Tom machte ich mich an die Arbeit und versuchte den klebrigen Eisschrank sorgfältig zum Glänzen zu bringen. Dabei warf ich natürlich einen gespannten Blick auf die Lebensmittel. Vegetarier müssen ja ein unglaubliches Sortiment an Gemüse- und Getreidesorten bzw. –Produkten haben, dachte ich jedenfalls. Allerdings konnte ich bis auf Unmengen von Milch, Joghurt und Kefir nichts großartig Pflanzliches entdecken. Na hoffentlich ist DAS nicht ihre Auffassung vom vegetarischen Dasein. Doch eh ich mich weiter mit Milch-Joghurt-Aufläufen und Laktose-Vergiftung beschäftigen konnte, riss mich der 14-jährige Sohn aus meinem Hunger-Trauma. Ryan ist unser erster Gastbruder beim WWOOFen und ein für sein Alter ziemlich reifer und aufgeweckter Junge, der gerne mal rumstänkert. Man kann sich aber super mit ihm über Gott und die Welt unterhalten und er bringt frischen Wind in den WWOOFer-Alltag. So hat das Putzen gleich tausend Mal mehr Spaß gemacht. Wenige Minuten später kam ein anderer Junge in die Küche und nach einem kurzen Gespräch stellte sich heraus, dass Emanuel auch ein WWOOFer (Oh man nach dem 20igsten Mal schreiben, klingt das WWOOF wie ein „wuff“) ist und ebenfalls, welch ein Wunder…, aus Deutschland kommt. Also wurden erst mal die Backpacker-Standard-Interessens-Fragen gestellt: „Wo kommst du her?“ ; „Wie lange bleibst du?“ ; „Warum bist du hier?“ ; „Wie reist du rum?“ Etc. pp. Glücklicherweise verging dabei die Arbeitszeit wie im Flug und mit guter Gesellschaft machte das Saubermachen sogar etwas spaß.
Zum Abendbrot lernten wir dann noch den anderen WUFFer Sven aus Belgien kennen und zu unserem Glück gab es keine Kefier-Suppe, sondern Reis mit frischem Gemüse und Rührei. Bei einem unterhaltsamen Dinnergespräch erfuhren wir dann, dass wir jeden dritten Tag für alle kochen müssen. Oh man wir untalentierten Dosenfutter-Köche sollen jetzt für 7 Personen ein Abendessen kreieren und das auch noch vegetarisch!? Das klingt nach einer unlösbaren Aufgabe. Toms bestes und einziges Hackfleisch-Chili-Gericht war somit schon in der Vorrunde disqualifiziert. Wir entschieden uns dann für einen Kartoffelauflauf ohne Fleisch, dafür aber mit Karotten. Hat sogar geschmeckt, behaupteten jedenfalls die Anderen, aber es muss wohl stimmen, da wir auch weiterhin kochen sollen.

Mit den anderen WUFFern verstehen wir uns prächtig und gemeinsam verbrachten wir alleine einige Nächte im Strandhaus an der Kapiti Coast. Nur eine Autostunde nördlich von Wellington entfernt, besitzt die Gastfamilie ein schönes Häuschen, welches sie derzeit renovieren, um es noch vor Weihnachten zu verkaufen. Hier wird jede WUFFer-Kraft benötigt, um Holzböden zu lackieren, Wände zu Malern, Außenfassaden zu putzen und den Garten schön herzurichten. Also blieben wir über Nacht dort und mussten uns selbst versorgen. Das war unsere Chance ein leckeres Fleischgericht zu genießen und so schlemmten wir am Strand bei einem feuerroten Sonnenuntergang Couscous mit Frankfurter Würstchen. Zum Abschluss noch etwas Frisbee und Karten gespielt und ein wundervolles und heiteres Wochenende war vorbei.
Zwei Tage später beschlossen wir vier WUFFer eine Sightseeing Tour durch Wellington zu unternehmen, und da wir am Wochenende vorgearbeitet hatten, konnten wir unseren freien Tag super dafür nutzen. Also alle ins Auto eingepackt und ab nach Windy-Welly. Der passende Kosename kommt durch das maritime Klima zustande, da hier häufig, um nicht zu sagen fast immer, stürmisch kalte Winde, oftmals gepaart mit Regen, durch die kleine energische Stadt fegen. Gelegen an einer großen und beeindruckenden Bucht mit malerischen Inselchen und umschlossen von zahlreichen Hügeln, bietet die Stadt eine Vielzahl an Attraktionen.

Also machten wir uns zu Fuß durch die City und besuchten zuallererst das Parliament House. Mit einem spaßigen Führer erkundeten wir die politische Seite Neuseelands und irgendwie bekam ich den Eindruck, dass die sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen, denn viel von dem politischen System habe ich nicht mitbekommen. Dafür weiß ich jetzt, wie das Gebäude vor Erdbeben geschützt wird, wo die Pressekonferenzen von der Rugbynationalmannschaft stattfinden und wann und wie Peter Jackson mit seinen Hobbits und Orks hier die Premiere gefeiert hat. Also eigentlich alles, was Neuseeland charakterisiert. Komplettiert wurde die Tour mit der detaillierten Schilderung von den neuseeländischen Besonderheiten. Hier eine kleine Kostprobe:
So kann beispielsweise jeder (und damit ist wirklich jeder gemeint, man muss nicht mal hier wohnen) eine E-Mail (sie muss nicht mal sinnvoll oder seriös sein) zu verschiedenen Themen mit Vorschlägen an das Parlament senden, welche bearbeitet und beantwortet wird. Der konstruktivste Einfall wird dann mit einer Einladung in das Parlament gewürdigt. D.h. jeder Depp kann eine E-Mail mit z.B. „Ich finde Steuern doof, macht die mal weg“ an die Regierung senden und würde eine umfangreiche und ernsthafte Antwort bekommen. Begründet wird diese ungewöhnliche Methode mit der Einwohnerzahl. Da Neuseeland ja nur knapp 4 Mio. Einwohner besitzt, wird jede Hilfe und jede Idee mit offenen Armen begrüßt. Also etwas verrückt ist das ja. Andererseits könnte sich die deutsche bzw. europäische Regierung ruhig mal eine Scheibe von der individuellen Kreativität abschneiden.
Lustig sind auch die Parteien. Da hat doch glatt einer spontan seine eigene Partei gegründet und diese nach sich selbst benannt und er hat sogar einen Sitz im Parlament. Leider kann das die Cannabis-Partei nicht von sich behaupten, aber besitzt trotzdem reichliche Anhänger. Im Großen und Ganzen klingt das alles nach einem gewaltigen Aprilscherz, ausgedacht von einer Gruppe spät pubertierenden Jugendlichen nach einer durchzechten Nacht mit zu viel Gras. Aber nein, das ist ein funktionierendes System in einer Industrienation. Diese Unbeschwertheit… einfach beneidenswert, da würden wir peniblen und ordnungsfanatischen Deutschen gar nicht zurechtkommen. Die Genauigkeit, Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit der Deutschen wird auch sehr von WUFF Gastfamilien geschätzt. So hat bisher jede Familie ausdrücklich geäußert, wie gerne sie deutsche WUFFer haben, weil diese hart arbeiten, sehr gutes Englisch sprechen und vor allem beim Arbeiten auch denken und so ihre eigenen Ideen mit einfließen lassen. Wir Deutschen sind also weltbekannt für unseren Fleiß, Tüchtigkeit und Erfindergeist. Aber keine Sorge, wir sind ja hier um das Mal ordentlich in eine andere Richtung zu lenken! Nein Scherz, wir versuchen Deutschland so gut es geht zu repräsentieren. Aber selbst wenn wir aus der Reihe tanzen würden, würde es das allgemeine Bild nicht zerstören können. Deutlich wurde das im weiteren Verlauf unserer Führung.
Wir kamen in einen Raum, wo alle Staatschefs immer festlich empfangen werden und in einer Ecke des Saals stand ein großer Stein, welcher mit sämtlichen bunt gefärbten Fähnchen behangen war. Der Gruppenleiter erklärte uns, dass jede Nation die zu Besuch kommt, sich mit einem Fähnchen aus dem eigenen Land verewigen soll. So zeigte er uns welche aus Japan, Amerika, England, Brasilien, Korea, Belgien,…und alle hatten verschiedene Motive, Größen, Farben und Formen. Sie entsprachen überhaupt nicht den eigentlich vorgegebenen Massen. Aber es gab ein einziges Land, welches sich an die Richtlinien gehalten hat und dreimal dürft ihr raten, welches Land das war… Und?? Riiiichtiiig!! Unser exaktes Fähnchen hatte die passende Form und Größe und hatte das total kreative Motiv unserer Flagge. Also schimmerte das langweilige schwarz-rot-goldene Bändchen zwischen glänzenden Farben, bunten Tieren, interessanten Symbolen und Zeichen. Ja lobenswert diese Deutschen.

Nach der einstündigen Führung durch das Parlament ging es weiter in den botanischen Garten mittels des berühmten Cable Cars. Dieser rot leuchtende kleine Zug, welcher nur aus einem Waggon besteht, ruckelt gemütlich den steilen Hang hinauf und endet im Garten an einer Aussichtsplattform. Hier hatte man eine unglaubliche Sicht auf die Stadt und die Bucht. Man konnte sogar einige Gebirgszüge von der Südinsel in der Ferne erkennen. Einen noch besseren Ausblick hatte man allerdings auf einem Baum. Ein Baum? Ja ein Baum! Keine 5 Meter von der Plattform entfernt, stand ein kreisförmiger Baum mit einer ebenen Blätterwand. Schon von außen sah der Baum recht beeindruckend und gleichmäßig geformt aus. Innen war er jedoch total wirr und eigentlich total kahl. Kein einziges Blatt grünte im Inneren, was die Verlockung für eine Klettertour nur noch verstärkte. Also kletterten wir allesamt recht einfach auf den Ästen empor und hatten einen noch schöneren Blick auf die Umgebung. Wie auf einer Terrasse konnte man hier sitzen und die Sonne genießen. Lustig war aber vor allem, dass man es von unten gar nicht richtig erkennen konnte, dass hier Menschen darauf sitzen. Also gab Emanuel laute Affengeräusche von sich und versuchte so die Besucher des Parks zu erschrecken.
Nach unserer Exkursion in die Kindheit wurden wir wieder vernünftig und starten unseren Spaziergang durch den gut gepflegten Garten. Nach einer kleinen Picknickpause bei den wunderschönen Blumen erreichten wir wieder die City und machten uns auf den Weg zum Nationalmuseum Te Papa.

Ohne Eintritt zu bezahlen, interessierten wir uns vor allem für die naturwissenschaftliche Abteilung. Hier wurde nicht nur die beeindruckende Landschaft von Neuseeland veranschaulicht, sondern auch die Tierwelt vorgestellt. So gab es neben zahlreichen ausgestopften Kleintieren auch ein echtes Blauwalskelett, was 10 Meter lang über unseren Köpfen schwebte. Zudem schauten wir uns den weltweit größten Kraken an, welcher in den südlichen Gewässern von Neuseeland zufällig gefangen wurde. Leider habe ich die Maße dieses Tiefseeungeheuers nicht mehr im Kopf und meine Schätzfähigkeiten lassen zu wünschen übrig. Am besten ihr guckt euch den kürzlich verstorbenen Paul (ja das kam sogar hier in den Fernsehnachrichten) an und stellt euch den in der Größe eines Babyelefanten vor, dann wisst ihr ungefähr, wie groß das Vieh war. Dieses ziemlich bedrohlich aussehende Monstrum liegt nun friedlich in Alkohol eingelegt und wird täglich von tausend Besuchern bestaunt. Schon beeindruckend, was die Natur alles so kann.
Zum Schluss erkundeten wir, noch warum Neuseeland so viele Erdbeben und Vulkane besitzt, und besuchten einen Erdbebensimulator. Ein wackelndes Haus, was die Stärke von 7 auf der Richterskala zeigen sollte. Mhm.. na ja war nicht so spannend und eigentlich auch nicht sonderlich stark. Ich glaube ein echtes Erdbeben dieser Stärke ist um ein Vielfaches heftiger. Woher wir das wissen? Weil wir beide schon Erdbeben hier erlebt haben. Natürlich nicht solche Starken, aber ausreichend um einen Eindruck von der Gewalt der Natur zu haben. Tom z.B. wurde in Manakau von einem Beben der Stärke 4.2 in der Nacht geweckt und es hat wohl das ganze Bett gewackelt und die Tassen haben geklappert. Normalerweise spürt man diese gar nicht so doll, aber das Epizentrum war genau in dieser Region und nur wenige Kilometer unter der Erdoberfläche. Ich habe davon nichts mitbekommen und friedlich geschlummert. Dafür habe ich einige Tage später beim Arbeiten im Strandhaus eins gemerkt. Wir malten gerade die Wände im Wohnzimmer und ich saß auf dem Boden und malte ganz fein die Linien am Türrahmen. Plötzlich ruckelte es etwas und ich wollte jemanden ermahnen nicht so im Haus rumzutrampeln, weil ich sonst den Rahmen übermalen würde, doch die Jungs bewegten sich kaum und waren in ihre Arbeit vertieft, da kam für mich nur ein Erdbeben infrage. Die Anderen haben jedoch nichts mitbekommen und dachten ich halluziniere. Erst zurück in Wellington bestätigte der Gastvater ebenfalls ein Beben gemerkt zu haben und ein Bild verrutschte sogar. So wurde 5.4 auf der Richterskala gemessen, jedoch war es etwas entfernt, weshalb man es nicht so doll spürte.

Nach dem längeren Aufenthalt im Museum verließen wir Wellington und machten wir uns wieder auf den Weg nach Hause.
Leider reicht ein Tag nicht aus, um die gesamte Stadt zu erkunden, weshalb wir bald wieder die City besuchen werden.

Wir berichten also bald wieder.
Eure Erdbebenforscher Tom und Jane

Donnerstag, 25. November 2010

Harry Butter und die Schweinchenfarm








Es sind nun schon 10 Tage vergangen seit wir New Plymouth verlassen haben und in dieser Zeit haben wir neue Gasteltern bekommen, die uns herzlich in ihren Alltag integrierten.
Nach etlichen neuen Anfragen per E-Mail sagte uns eine Familie aus Manakau zu, welche nur eine Stunde Fahrt nördlich von Wellington entfernt ist. Also machten wir uns auf den Weg und trafen am Nachmittag um 16 Uhr in das Reich von Gary und Emily Williams ein. Gleich am Anfang begrüßte uns ein grunzendes Schwein am Wegesrand und musterte uns neugierig bis zur Tür. Dort klopften wir etwas aufgeregt an und ein älterer Herr mit Krausebart, den er offensichtlich vom Weihnachtsmann geklaut hat, empfing uns freundlich. Im Hintergrund saß seine Frau, mit einer niedlichen Katze auf dem Schoss, und mit zwei Freunden am Tisch und amüsierte sich prächtig im Gespräch. Na das scheint ja eine gesellige Runde zu sein. Sofort wurden wir vorgestellt und standen dann am Tisch und warteten auf eine Einweisung oder ähnliches. Unsere Gasteltern und deren zwei Freunde verließen jedoch das Haus und gingen zu ihren Autos um sich weiter zu unterhalten und sich später zu verabschieden. In der Zeit standen Tom und ich nach wie vor am Tisch wie bestellt und nicht abgeholt. Wir hatten noch immer unsere Jacken an und tauschten verwirrte Blicke aus. Hmm.. und nun? Wie angewurzelt standen wir weiterhin auf unseren Plätzen und untersuchten das Haus mit den Augen. Es sah recht ordentlich und sauber aus, auch wenn vereinzelt einige Staubflusen im Wind tanzten. Es roch angenehm nach frischem Brot und die Einrichtung war relativ alt, aber sehr geschmackvoll. Unzählige Bücher waren in den Wandregalen ungeordnet platziert worden und komplettierten das stilvoll mit Holz verkleidete Ambiente. Wir waren uns beide einig, dass das eine schöne Unterkunft für die nächsten Tage war.
Nach einigen Minuten, in den wir uns intensiv um die Katze kümmerten, kamen unsere Gasteltern auch wieder und uns wurde das Haus mit dem Grundstück gezeigt. Es hatte etwas von einem kleinen Bauernhof mit Streichelzoo, da neben an im Gehege fünf kleine Ferkelchen glücklich umher quiekten und zwischen den Gänsen und Hühnern rumtollten. Nicht unweit davon gab es einen Gemüsegarten und ein Blumenbeet. Wir wussten sofort, dass das Essen hier wieder gut sein musste. Dies wurde dann beim Abendbrot mit frischen Salat (der Blüten enthielt – total komisch, aber schmackhaft) und leckerem Gemüse bestätigt. Auch unser Schlafgemach war gemütlich und wir genossen den Luxus von einem eigenen Badezimmer.

Am nächsten Tag fing dann unsere Arbeit an und diese war nicht verachtenswert, denn wir sollten Heu herstellen. Na klingt ja erstmal nicht anstrengend. Gras mähen, bisschen in der Sonne trocknen lassen und nach zwei Tagen trocken lagern – kein Ding, wo steht der Rasenmäher? Und da war das Problem: Wozu eine laute und umweltunfreundliche Maschine nehmen, wenn man auch eine Sense benutzen kann? Also machte uns Gary mit dem altertümlichen Werkzeug vertraut und zeigte uns eine Fußballfeldgroße Fläche, welche nur darauf wartete bearbeitet zu werden. Es benötigt viel Kraft und Geschick, die Sense kontinuierlich im gleichen Winkel mit der gleichen Geschwindigkeit Millimeterweise durch das kniehohe Gras zu jagen. Nach 5 Minuten hat man dann auch einen ganzen Meter geschafft und fühlt sich, als wäre man einen Marathon gerannt. Doch das war noch nicht alles, denn das Gras lag jetzt leblos aufeinander gestapelt am Rand. Damit daraus jetzt Heu wird, muss es sorgfältig und gleichmäßig in der Sonne mit einer Heugabel verteilt werden. Ebenfalls unsere Aufgabe. So ging Gary wieder zum Haus zurück und ließ uns mit dem Feld alleine. Während Tom also das Gras senste, verteilte ich es zum trocknen. Irgendwann waren dann drei Stunden vorbei, aber das Feld lange noch nicht fertig, dafür aber wir umso mehr. Gary holte uns für eine kleine Teepause ab und lobte unsere Arbeit.

Im Gespräch erfuhren wir dann, dass er ein Umweltingenieur ist und viel Wert auf biologisches Essen und nachhaltige Energieversorgung legt, weshalb das ganze Haus auch nach Norden zur Sonne ausgerichtet ist. Zudem findet man viele Solarplatten, Wärmepumpen und sogar eine kleine Windkraftanlage auf dem Grundstück. Trinkwasser kommt aus der eigenen Gebirgsquelle und Waschwasser aus der Regenrinne, das Korn für das selbst gemachte Brot ist vom eigenen Feld und die Eier liefern die eigenen Hühner und Gänse. Auch der Honig wird von den eigenen Bienen produziert. Die Butter und Milch stammt von einer Farm von ein paar Freunden, sowie das Fleisch. Es ist also alles zu 100% Bio, weshalb es auch keinen Mülleimer, sondern Schweine und einen Komposthaufen gibt. Man kann also sagen, dass wir wie im 21. Jahrhundert leben, aber wie im 19. Jahrhundert arbeiten ohne zeitsparende Maschinen und unökologischen Supermärkten.
Aber es macht Spaß und wir lernen sehr viel über gesundes Essen und wie man einen Garten anlegt und pflegt, somit beschlossen wir hier wieder um die zwei Wochen zu bleiben, bevor es weiter in die Hauptstadt geht.

In der Zeit bauten wir u. a. einen Erdofen aus Lehm bei einem Freund von Gary und weihten diesen zwei Tage später bei einer Geburtstagsparty ein. Es kamen um die 50 Gäste, die alle den Gastgeber persönlich kannten und feierten fröhlich im Garten mit der eigenen Band und viel Pizza aus dem Ofen und unter ihnen standen wir zwei Deutschen, die sich etwas fehl am Platz fühlten. Gebackene Bohnen mit Soße wurden auf die Pizzen gepackt und auf der eigenen Bühne standen Frauen, die ein Hautfarbenes Ganzkörperkondom trugen, welches mit Zeitung ausgestopft war. Irgendwie seltsam diese Kiwis, aber sehr freundlich und offen, weshalb wir eigentlich keinerlei Probleme hatten Kontakte zu knüpfen.

Zwei Tage später stand Toms 20igster Geburtstag vor der Tür und zur Feier des Tages mussten wir nicht arbeiten, da wir schon an einigen Tagen davor die Stunden für den Geburtstag abgearbeitet hatten. Wir beschlossen die Festlichkeit im Örtchen Levin und am Strand zu feiern. So gab es erst „Horky Porky“, die berühmteste Eissorte in Neuseeland welche kleine Karamellstückchen beinhaltet, und anschließend einen werbelosen Kinobesuch (welch Luxus, der Film fängt sofort an, aber dafür gibt es kein Popcorn), um Harry Potter bei seiner Suche nach den Heiligtümern des Todes zu unterstützen. Dann ging es mitsamt einer Bananencremetorte zum menschenleeren Strand, wo wir uns die Torte mit Joggen erst verdienen mussten. Abgerundet wurde der Tag mit unserem ersten Badespaß in der kühlen Tasmanischen See bei einem Wolkenklaren Blick Richtung Westen, wo man am Horizont mit viel Fantasie Australien erahnen konnte. Hier am weit gezogenen Sandstrand genossen wir die Nachmittagssonne und das Rauschen der schimmernden Wellen und ließen den freien Tag ausklingen.

Der nächste Tag begann wieder mit Arbeit und wir mussten das geschnittene Heu drehen, damit auch die andere Seite trocknen kann. Dann kamen zwei Freunde von Gary zu Besuch, u. a. der bei dem wir den Geburtstag mit dem Erdofen gefeiert hatten und brachte Kuchen mit, da Gary, Tom und er im kurzen Abstand Geburtstag hatten und der des anderen Freundes kurz bevor stand. So wurde ein „Happy Birthday to us“ angestimmt und gemeinsam die Kerze ausgepustet, da es ja bekanntlich Tradition in Deutschland ist. In Neuseeland wird hingegen das Anschneiden des Kuchens vom Geburtstagkind besonders gewürdigt und mit Applaus begleitet, also schneideten alle vier Männer den Bananenkuchen (ja welch Abwechslung) an und dazu gab es kleines Zimtgebäck und Butter. Die Butter steht eigentlich bei jeder Mahlzeit mit auf dem Tisch, vor allem aber beim Morning Tea (nichts anderes als Kaffee und Kuchen in Deutschland, nur nicht am Nachmittag sondern am Vormittag und ohne Kaffee, dafür aber mit Tee – allgemein trinken die Neuseeländer so gut wie keinen Kaffee und eigentlich nur Tee, also recht britisch), da alle Törtchen, Muffins und Kekse erst halbiert werden und dann jede Hälfte mit reichlich Butter eingeschmiert wird, damit sich das Verspeisen auch wirklich lohnt. Sogar wenn man irgendwo fertiges Gebäck kauft, gibt es meistens eine kleine Packung Butter dazu.
Nach der kurzen Butterpause ging es wieder an die Arbeit und nach wenigen Stunden war der letzte Handgriff in dieser Gastfamilie getan, da am nächsten Tag schon die Nächste auf uns in Wellington wartet und wir den halben Dezember dort verbringen werden, um noch mal genügend Geld für den einmonatigen Trip auf der Südinsel zu sparen, damit wir uns ein schönes Festmahl zu Weihnachten leisten können. Jedoch will die Weihnachtsstimmung nicht recht aufkommen, auch wenn schon Weihnachtslieder im Radio auf und ab gespielt werden, überall besondere Weihnachtsangebote in den mit Christkugeln beschmückten Schaufenstern hängen und Tannenbäume an jeder Ecke verkauft werden. Doch die 24°C im Schatten, die immer länger werdenden Tage und der nicht vorhandene Weihnachtseinkaufsstress ersticken jegliche Weihnachtsstimmung im Keim. So sehe ich uns schon mit einem Einweggrill am Strand sitzen und Ananasscheiben brutzeln. Auch der bereits gekaufte Adventskalender lässt keine feierliche Stimmung aufkommen. Aber noch ist ja ein Monat Zeit und vielleicht ändert sich das ja bis dahin.

Wir sind gespannt, ihr hoffentlich auch.
Bis bald, Tom und Jane

Freitag, 12. November 2010

Tiersafari



















Nun folgt Teil zwei unserer Expedition zur neuen Gastfamilie.
Den Ruhetag nach dem Halbmarathon nutzten wir also um in aller Ruhe und Gemütlichkeit wieder in den Norden nach Waitomo zu fahren. Übersetzt heißt der Ort Wasser (Wai) und Höhle (Tomo) und das beschreibt auch ziemlich genau was man dort vorfindet. Wir fuhren also in eine Gegend mit mehr als 300 Kalksteinhöhlen die durch unterirdische Flüsse gebildet wurden. Hier entschlossen wir einige Tage zu bleiben und die verschiedenen Höhlensysteme gründlich zu erforschen. Dabei erschien uns die „Black Water Rafting Tour“ am besten, da man auf einem Reifen durch die Höhlen treibt.
Also buchten wir auch gleich eine Tour für den nächsten Tag. Den restlichen Abend verbrachten wir mit einem Spaziergang durch einen nah gelegenen Park, wo man ein paar Glühwürmchen bestaunen kann. Dummerweise war die Batterie unserer Taschenlampe schon etwas leer, weshalb die Nachtwanderung sich als Orientierungslauf ohne Kompass herausstellte. So irrten wir ahnungslos durch Tunnel, über Treppen, Brücken und Buschwald, stets begleitet von einem unguten Gefühl und einer grausigen Geräuschkulisse. Aber der Ausflug ins Dunkle hat sich gelohnt, denn die Glühwürmchen sind echt wunderschön anzusehen.

Am nächsten Morgen fuhren wir früh zum Startpunkt und ließen uns für die Tour einweisen. Wir bekamen Neoprenanzüge und einen Helm mit einer Grubenlampe. Dann stand uns auch schon die erste Herausforderung bevor: Wie kommt man jetzt am besten in einen Körperengen, nasskalten Anzug rein? Quetschen war die Devise. Als das geschafft war, versorgte man uns noch mit einem Schwimmkringel und zum Andenken gab es noch ein fröhliches Foto. Dann machten wir uns auf den Weg zum Höhleneingang, doch vorher gab es noch eine Trainingseinheit wie man am besten einen Wasserfall rückwärts runter springt. Dafür stellte man sich an einen Vorsprung und hüpfte nichts ahnend in den Fluss. Spätestens jetzt wurde einem bewusst, dass man sich wirklich auf ein Abenteuer eingelassen hat, da das Wasser mit gefühlten -20°C nicht gerade zum lauschigen Plantschen eingeladen hat. Vollkommen nass wanderten wir dann zum richtigen Eingang, wo eine letzte Einweisung uns bevor stand, erst dann betraten wir zitternd die dustere Höhle, welche ebenfalls nasskalt war.
Nun ging es richtig los, jeder nahm seinen Sitzdonut und wir schwammen durch enge Passagen an Stalagmiten und Stalaktiten vorbei zu einem kleinen Wasserfall, wo wir uns auch gleich todesmutig runter stürzen durften. Als jeder überlebt hat ging es weiter in einen geraden Tunnel, wo wir aneinandergereiht waren und die Lichter ausmachten, um die zahlreichen Glühwürmchen an der Decke zu beobachten. Wie eine Milchstraße funkelten die kleinen Tierchen und tauchten den Tunnel in einen leichten Schein. Begleitet wurden wir durch das seichte Plätschern des Wassers. Die Atmosphäre wäre echt atemberaubend gewesen, wenn uns nicht ständig der Zitteraal verfolgt hätte. Denn durch das immer noch schweinekalte Wasser, fiel uns das Genießen etwas schwer. Aber nach knapp 2 Stunden war die arktische Wasserfahrt dann geschafft und wir bekamen eine heiße Dusche und eine warme Tomatensuppe.
Es war also eine Erfahrung und ich verließ mit einem Staunen und Tom mit einer Erkältung den Ort.

Die Reise ging wieder in den Süden und in den Westen der Nordinsel. Unser nächstes Ziel war Taranaki, eine Halbinsel die durch den Mount Taranaki (oder auch Egmont genannt) entstanden ist und wo der dem Fuji ähnelnden Vulkan das Zentrum bildet.
Doch um dahin zu gelangen, musste man vorher den Forgotten World Highway überleben. Diese teilweise unasphaltierte einspurige Autobahn mit 30iger Zone führte über Stock und Stein und durch hügeliges Buschland mit einer tollen Aussicht auf den schlafenden Vulkan. Der Highway ist ein Geheimtipp unter Backpackern, da man die verlassene Seite von Neuseeland zu Gesicht bekommt und Kühe sowie eine Herde Schafe, die bequem auf der Straße rumhopsten, irgendwie aus dem Weg schaffen musste. Als diese Aufgabe bewältigt war, erreichten wir nach einer ewigen Autofahrt endlich Taranaki und konnten den majestätischen Flüchtling bestaunen.
Warum Flüchtling? Weil laut einer Maori Legende, der Vulkan früher zur Gebirgsformation von Tongariro gehörte, aber dann hatte er eine Liebelei mit dem Vulkan Pihanga am Lake Taupo, dieser Vulkan war aber schon die Geliebte von Mount Tongariro, weshalb der Taranaki dann flüchten musste und so steht er nun einsam am Rande der Nordinsel und versteckt sich hinter einer Wolkenwand aus Tränen.
Eine ziemlich niedliche Geschichte, aber so was können sich auch nur die Kiwis ausdenken.
Wir besuchten noch einen schönen Wasserfall (Juhu endlich mal wieder Wasserfälle^^) am Vulkan und fuhren dann weiter Richtung New Plymouth, eine wunderschöne Stadt mit den meisten Sonnenstunden auf den Nordinsel und sehr beliebten Surfstränden. Von hier aus wollten wir dann weiter zur nächsten Gastfamilie, doch vorher musste die Stadt noch erkundet werden. Auf der Suche nach einem Schlafplatz trafen wir zwei alte Bekannte wieder. Ann und Jan saßen in ihrem signalgelben Van und aßen nichts ahnend Abendbrot. Sofort gesellten wir uns dazu und tauschten uns über die letzten Tage aus, dabei schwärmten die Beiden nur so von der Stadt New Plymouth und was man hier alles erleben kann. Wir verbrachten also gemeinsam die Nacht und den nächsten Morgen und ließen uns reichlich Tipps zum Erkunden geben. Danach trennten sich unsere Wege wieder, aber wahrscheinlich nicht für lange, da wir uns anscheint gegenseitig verfolgen.

Den Tag verbrachten wir dann mit Sightseeing und bestiegen einen kleinen Hügel, der als Aussichtsplattform fungiert und besuchten den Brooklands Park der u. a. einen Streichelzoo und ein Gewächshaus mit tropischen Blumen besitzt. Hier blieben wir eigentlich den gesamten Tag und bewunderten die kleinen Äffchen, Schweinchen, Lamas, den Lemur und farbenprächtige Blüten. Am Abend joggten wir noch am Strand entlang und gönnten uns dann für 3$ einen Aufenthalt in einer Schwimmhalle, um etwas zu entspannen. Dabei stellten wir fest, dass die Eintrittspreise im Vergleich zu Deutschland sehr preiswert sind und da so gut wie jeder kleine Ort hier eine Schwimmhalle besitzt, werden wir ab sofort nicht mehr in Hostels für unverschämte 5$ duschen, sondern verbinden unseren Waschtag mit einem Badespaß. Neuseeland gefällt uns immer mehr, das liegt aber nicht nur an der wunderbaren Landschaft und der unglaublichen Gastfreundlichkeit der Menschen, sondern auch an den unzähligen kostenlosen öffentlichen Toiletten, die das Leben eines Backpackers etwas einfacher gestalten. Zudem gibt es überall eine Bibliothek, in welcher man seine Kamera- und Laptopbatterie aufladen kann und auch noch unbegrenzt und kostenlos das Internet nutzen darf. Auch bei Museen und anderen Ausstellung wird kein Eintritt verlangt, da das neuseeländische System vorschreibt, dass Freizeitaktivitäten (Schwimmhalle, Park, etc.) und Kultur für jeden zugänglich sein sollen. Dafür sind die touristischen Aktivitäten umso teurer. Aber wir wollen uns nicht beklagen, da wir durch das Wohnen im Auto eine menge Geld sparen und es gerne für unterirdische Touren und Fallschirmsprünge ausgeben.
Durch das regelmäßige WWOOFen bei Gastfamilien reduzieren wir unsere Ausgaben auf Null und genießen leckere Gerichte und den kulturellen Austausch.

Leider ist der letzte Austausch fehlgeschlagen, da unser neues Heim nicht sehr bewohnbar war. Als wir auf das Grundstück unserer Gastmutter fuhren, blieb uns die Sprache weg, weil wir uns nicht vorstellen konnten wie jemand hier wohnen konnte.
Auf dem Gelände einer alten Fabrik hat sich anscheint eine Frau mit dem Messie-Syndrom eingelebt. Als wir die Müllhalde, nein den Schrottplatz betraten, war uns eigentlich vom ersten Moment klar, dass wir hier nicht bleiben wollen. Sicherlich sind wir hier um Abenteuer zu erleben, aber nicht um uns irgendwo durchzuquälen und unsere Zeit damit zu verschwenden. Also mussten wir der freundlichen und eigentlich total lieben Frau beibringen, dass wir wieder fahren werden. Diesen Part übernahm Tom tapfer und versuchte es der Frau schonend mitzuteilen. Zu unserem erstaunen nahm sie das sehr gelassen, auch wenn danach die längste und peinlichste Schweigeminute unseres Lebens eintrat. Noch kurz ein Plausch zur Überbrückung und dann ging es zurück nach New Plymouth in die Bibliothek und neue E-Mails an verschiedene Gastfamilien wurden rausgeschickt.

Nun sitzen wir also hier und warten auf die Zusagen, um dann die Reise nach Wellington fortzusetzen.
Zur Entspannung gibt es noch mal ein schönes Bad in der Schwimmhalle und dann verlassen wir das schöne Städtchen.

Wir halten euch also auf dem Laufenden.
Tom und Jane